Shopper mit Einkaufswagen voller Geschenke rast in Krippenszene

Alle Jahre wieder … geht es nur ums Geld

19. Dezember 2020 GehtSoGarNicht 0

Die Adventszeit ist die Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit. Alles ist hübsch dekoriert, es duftet nach Glühwein, Lebkuchen und Plätzchen. Man bummelt entspannt durch die geschmückten Straßen und über den Weihnachtsmarkt und genießt die Stimmung. Die Realität sieht leider in der Regel anders aus. Nahezu jedes Haus und jeder Vorgarten glitzert und blinkt aufdringlich in allen Farben. Straßen, öffentliche Verkehrsmittel, Läden und Märkte sind brechend voll (nicht nur von Menschen, sondern auch von Müll) und man wird mit festlicher Musik kreuz und quer dauerbeschallt – „Stille Nacht“ war gestern. Wahrscheinlich soll auch die letzte Trantüte am Smartphone mitbekommen: Es ist Weihnachten!
2020 wird aufgrund von COVID-19 alles etwas anders sein als in den letzten Jahren. Weihnachtsmärkte finden nur wenige statt. Menschenmassen wird es dank Abstandsgebot und Beschränkungen in den Läden wohl nicht geben. Und der Mund-Nasen-Schutz trägt letzten Endes auch nicht gerade zum Stimmungsaufbau bei. Aber der Eine oder Andere merkt bei einem Bummel durch die ruhigen Straßen vielleicht, wie schön die vorweihnachtliche Stille sein kann – besinnlich eben. Und wenn die Pandemie einen Vorteil hat, dann den, dass man die Zeit findet, innezuhalten und über den Sinn und Unsinn des heutigen Umgangs mit Weihnachten und der Adventszeit zu reflektieren.

Weiterlesen
Plastik im Meer

Wenn die Weltmeere im Müll ertrinken…

12. November 2020 GehtSoGarNicht 0

2017 schockierte Unterwasserfotografin Caroline Power mit Bildern nahe der Karibikinsel Roatán (Honduras). Statt türkisblauen Wassers fand sie einen riesigen Müllteppich vor. Unzählige Tüten, Plastikbesteck, Schuhe und sogar einen Fernseher konnte sie entdecken. Aber nicht nur die Karibik ist betroffen, besonders dramatisch ist die Lage auch am Mittelmeer. Laut Report des WWF (siehe Artikel in den Quellen) landet dort jedes Jahr mehr als eine halbe Millionen Tonnen Plastikmüll (das wären umgerechnet etwa 34.000 Plastikflaschen pro Minute). Die Statistiken sind erschreckend: Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird es Schätzungen zufolge im Jahr 2050 mehr Plastik in den Ozeanen geben als Fische.

Weiterlesen
Dieser Artikel kann in Deutschland leider nicht gelesen werden, da er möglicherweise Informationen enthält, für die die nötigen Rechte von den DRM-Anbietern nicht eingeräumt wurden. Das tut uns leid.

Schöne neue, beschränkte Welt – Wenn Fortschritt zum Rückschritt wird

29. August 2020 GehtSoGarNicht 0

Während die Pandemie COVID-19 die Welt noch immer in Atem hält, wütet eine andere Krankheit schon seit Jahren im Internet und infiziert Haushalte, Firmen und neuerdings auch Schulen und Universitäten. Sie ist besonders heimtückisch, weil sie zunächst gänzlich unerkannt bleibt und dann harmlos erscheint. Nach und nach stellt der PC-, Spielkonsolen- oder SmartPhone-Nutzer aber fest, dass er immer stärker ausgebremst, behindert und in seinen Möglichkeiten eingeschränkt wird. Die Rede ist nicht von Computerviren, sondern von gewünschter und staatlich sogar durch Gesetze unterstützter Schadsoftware, die unter der Abkürzung DRM zusammengefasst wird.

DRM steht für Digital Rights Management, auf Deutsch mit Digitale Rechteverwaltung übersetzt. Klingt für den unbedarften Anwender erst einmal gut, so als wäre da jemand, der sich aufopferungsvoll um seine Nutzerrechte kümmert. Der Begriff ist allerdings ein Euphemismus, denn nicht die Gewährung oder Wahrung, sondern die Beschränkung oder der gänzliche Entzug von Nutzerrechten steht für die Entwickler im Vordergrund. Deshalb wurde von der Free Software Foundation, einem der erbittersten Gegner von DRM-Maßnahmen, der treffendere Begriff Digitale Restriktionsverwaltung vorgeschlagen (zur Abkürzung würde im Deutschen übrigens auch Digitale Rechteminderung gut passen).

Weiterlesen
Sirup tropft in Giftmülltonne

Dick- und Krankmacher Isoglukose

24. April 2020 GehtSoGarNicht 0

Bei Isoglukose handelt es sich um Zucker, der aus Mais-, Kartoffel- oder auch Weizenstärke hergestellt wird. Häufig werden hierfür die Begriffe Fruktose-Glukose-Sirup bzw. Glukose-Fruktose-Sirup (je nachdem, welcher Anteil überwiegt) verwendet. Die ebenfalls übliche Bezeichnung Maissirup zeigt an, dass Mais der Ausgangsstoff ist.
Da normaler Industriezucker aus Zuckerrüben (er besteht zu je 50 % aus Glukose und Fruktose) ohnehin einen schlechten Ruf hat, liegt also die Vermutung nahe, der Sirup mit erhöhtem Fruktoseanteil wäre gesünder. Das stimmt aber so in der Regel nicht, denn gerade der Fruchtzucker des Obstes hat es in sich und bei Isoglukose liegt er in einer hochkonzentrierten Form vor. Außerdem fehlen bei diesem industriell gefertigten Erzeugnis wichtige Nähr- und Ballaststoffe des Obstes, welche die Zuckeraufnahme und -verstoffwechslung entsprechend verlangsamen würden.

Weiterlesen
Vermüllter Uferabschnitt nahe Havanna

Zwischen Kult und Kommunismus – Kuba und der Müll

26. Februar 2020 GehtSoGarNicht 0

Das Positive zuerst: Kuba ist wundervoll. Subtropische Wälder und endlose Sandstrände prägen dieses Land ebenso wie belebte Städte mit teils prachtvollen Kolonialbauten. Alte amerikanische Straßenkreuzer gehören zum Stadtbild und überall gibt es Musik (und Rum). Abends wird in fast jeder Bar getanzt. Die Menschen sind gelassen, offenherzig und freundlich – das kubanische Lebensgefühl ist regelrecht ansteckend. Aber es gibt auch Ärger im Paradies und gerade der Umweltschutz wird vielerorts stark vernachlässigt.

Seit ich an diesem Blog arbeite, achte ich im Urlaub auch verstärkt darauf, wie andere Länder mit globalen Problemen umgehen. In Kuba war die Ignoranz gegenüber Natur und Umwelt leider an vielen Stellen offensichtlich: rußende Schornsteine ohne Filter, durch Abwässer verunreinigte Flüsse und allerorts herumliegender Unrat, am Ufer, am Straßenrand, in Parks, ja sogar mitten in Naturschutzgebieten. Mal waren es nur einzelne weggeworfene Plastikflaschen, manchmal aber auch ganze Abfallberge. Besonders Havanna glich einer Müllhalde!

Weiterlesen
Nicht aufgeräumter Silvestermüll auf Bürgersteigen

(K)ein guter Rutsch ins neue Jahr

31. Dezember 2019 GehtSoGarNicht 0

In diesem Artikel geht es um den ewigen Zankapfel Feuerwerk, der jedes Jahr wieder die Gemüter erhitzt. Was mich an den Diskussionen am meisten verwundert, ist die Tatsache, dass Klimanotstand und Müllkrise zu Silvester augenscheinlich komplett vergessen sind. Obwohl viele Privatböllerer ihren gesetzlichen Verpflichtungen zum Aufräumen der entstandenen Abfälle nicht nachkommen und schon weit vor und noch weit nach dem erlaubten Zeitraum herumgeböllert wird, obwohl gerade die Wetterlage zu Silvester 2018 vielerorts deutlich gemacht hat, was für ein Smog durch die Ballerei entsteht, obwohl jedes Jahr Tote und Verletzte bei der Herstellung und der unsachgemäßen Handhabung von Feuerwerkskörpern zu beklagen sind, scheut die Politik vor einem allgemeinen Verbot der privaten Knallerei zurück. Zwar haben viele Städte inzwischen schon Schutzzonen errichtet, aber diese umfassen meist nur das Stadtzentrum und verdrängen das Problem in die sowieso schon stark belasteten Außen- und Problembezirke, in Vorstädte oder ins Umfeld.

Weiterlesen
Müll direkt hinter einem Schild "Rastplatz sauber halten"

Aus den Augen, aus dem Sinn – aber nicht aus der Welt

28. Dezember 2019 GehtSoGarNicht 0

Kleinbürger macht auch Müll, und dieser nimmt in letzter Zeit durch Einwegartikel und den Verpackungswahnsinn drastisch zu. Bei einem Spaziergang durch die Stadt oder auch die freie Natur drängt sich einem der Eindruck auf, dass er manch einen schlichtweg überfordert. Offensichtlich scheren sich viele nicht mehr um die eigenen Abfälle oder sind der Meinung, dass andere hinter ihnen schon aufräumen werden. Immer wieder stößt man auf Müllablagerungen, die nicht (nur) aus zufällig angewehten Stücken bestehen können, sondern die mutwillig hinterlassen oder aus Faulheit einfach nicht weggeräumt wurden. Die Palette reicht von Getränkebechern, Flaschen, Weißblechdosen und anderen Verpackungen über Zigarettenkippen und Kaugummis bis hin zu versifften Taschentüchern, benutzten Kondomen und Windeln oder Tüten mit Hundekot und anderen Scheußlichkeiten. Diese Vermüllung stinkt im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel.

Weiterlesen
Rote Karte für Sky Q

Sky-Fall(e): Mit der Lizenz zum Gängeln

16. November 2019 GehtSoGarNicht 0

Es war einmal vor noch gar nicht allzu langer Zeit ein Bezahlfernsehsender namens Premiere. Wer ihn abonnierte, der konnte über jeden Receiver mit einem entsprechenden Kartensteckplatz Fernsehen ohne Werbeunterbrechung genießen. Die Smartcard konnte vom Kunden beliebig überall im Haushalt verwendet werden. Es war zudem uneingeschränkt möglich, Fernsehabende mit Familie oder Freunden zu veranstalten.
Zum Glück war niemand an die häufig arbeitnehmerunfreundlichen Sendezeiten von Filmen oder Sportveranstaltungen gebunden. Jeder Kunde konnte sein Lieblingsprogramm mit einem beliebigen Video- oder Festplattenrecorder aufnehmen lassen und später zu einem geeigneten Zeitpunkt ansehen.
Damals kosteten Sport- und Filmpaket jeweils 9,99 Euro, ein annehmbarer Preis für die gebotene Auswahl. Aber wie ich schon eingangs schrieb, es war einmal … Heute ist Premiere Geschichte und in die Sky Deutschland AG aufgegangen, eine Firma, die in den letzten Jahren immer deutlicher gemacht hat, dass im Gegensatz zu den Werbeversprechen nur das Geld der Kunden, nicht aber deren Wünsche von Interesse sind.

Weiterlesen
In Plastik verpacktes Gemüse im Supermarkt

(Plastik-)Freiheit für Obst und Gemüse!

9. Oktober 2019 GehtSoGarNicht 0

Der umweltbewusste Verbraucher steht im Supermarkt oder Discounter oft vor einem Problem, wenn er Obst oder Gemüse haben will. Fast alles ist in Plastik eingehüllt! Und das ist nicht nur in vereinzelten Filialen der Fall, sondern überall. Was mich persönlich schon seit Jahren stört, hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) getestet und bestätigt. Demnach ist meist deutlich mehr als die Hälfte der Früchte in irgendeiner Form verpackt – wobei in Discountern die Lage am schlimmsten ist.

Weiterlesen
Gelbe Säcke

Mülltrennung – Chaos statt Logik

15. September 2019 GehtSoGarNicht 0

Wenn es darum geht, den Müll zu entsorgen, steht man vor der Aufgabe, alles richtig in die entsprechenden Behälter zu verteilen. So mancher Bürger scheint damit überfordert zu sein, kein Wunder, denn das komplizierte deutsche Mülltrennungssystem ist unlogisch und schwer zu verstehen. Das beginnt schon mit der Tatsache, dass es keinen einheitlichen Standard gibt. So existieren z. B. nicht überall Biotonnen und es gibt regionale Unterschiede, was die Trennung von Wertstoffen und Restmüll betrifft.

Weiterlesen