Verängstigtes Kätzchen vor Radio

Immer die gleiche Leier – warum Radiohören zur Qual geworden ist

5. Oktober 2022 GehtSoGarNicht 0

Es soll Menschen geben, bei denen das Radio den ganzen Tag läuft, sei es zu Hause, im Garten oder im Büro. Bei mir ist das anders, denn ich habe inzwischen die Lust am Rundfunk verloren. Jedes Mal, wenn ich das Radio einschalte, kommt gefühlt irgendwie immer dasselbe. Gerade auf längeren Autobahnfahrten höre ich gern Musik, aber was da auf mich einprasselt, verursacht auf Dauer Ohrenbluten. Zwar gibt es Unterschiede zwischen den Sendern, doch irgendwie hat man überall Einheitsbrei, unzählige Wiederholungen und beschnittene Songs. Ist dies nur ein persönlicher Eindruck oder ist das Radioprogramm wirklich so schlecht geworden? Und wenn ja, warum? In diesem Artikel versuche ich, dem „Dudelfunk“ auf den Grund zu gehen.

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Person mit hochrotem Kopf blickt in den Ausweis

Nicht einmal der Name ist mehr heilig

16. August 2022 GehtSoGarNicht 0

Bis in die 1960er-Jahre war es üblich, den eigenen Vornamen an seine Kinder mit weiterzureichen. So entstanden Doppelnamen, wobei der elterliche Teil nur in der Geburtsurkunde stand, das Kind aber bei seinem zweiten Vornamen (dem Rufnamen) genannt wurde. Dieser Rufname, der meist an zweiter Stelle stand, wurde unterstrichen. Ganz ähnlich verhält es sich im amerikanischen bzw. kanadischen Raum, wobei hier der eigentliche Vorname in der Regel ganz vorn steht. Danach folgt der sogenannte „middle name“, der oft aus dem eigenen Familienstammbaum kommt. Ein bekanntes Beispiel ist George W. Bush, wobei das „W“ für „Walker“ steht und schon über mehrere Generationen weitergegeben wird.
Bis zum 31. Oktober 2015 erfassten die Einwohnermeldeämter den Rufnamen in einem gesonderten Feld der Datenbank. Danach entfiel diese Unterscheidung und der erste Name gilt seither als Rufname. Im Personalausweis steht nun der Familienname vorn, danach werden alle Vornamen der Reihe nach aufgelistet (sofern Platz vorhanden ist). Geschuldet ist dies der Modernisierung, denn die Dokumente müssen international einheitlich aufgebaut und maschinenlesbar sein. Das ganze passierte weitgehend unbemerkt, Transparenz war damals noch kein Thema. Und so können ganz unerwartet Probleme auftreten, beispielsweise bei Vertragsabschlüssen oder bei Flugreisen.

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Notizbuch, reichlich gefüllt mit Streaming-Terminen bei diversen Anbietern

Ich sehe was, was du nicht siehst

10. Juli 2022 GehtSoGarNicht 0

Im Fernsehen läuft immer nur das gleiche? Du wartest schon ewig auf die neue Staffel deiner Lieblingsserie? Du willst mit Freunden einen Videoabend machen? Heutzutage ist alles ganz einfach, denn du kannst einfach streamen, worauf du Lust hast. Streamingdienste schießen aus dem Boden wie Pilze nach einem Herbstregen. Längst haben sie die herkömmlichen Videotheken abgelöst. Im Grunde ist das eine tolle Sache: keine verkratzten DVDs, keine extra Wege und der gewünschte Titel ist nie vergriffen. Wenn man sich jedoch näher damit beschäftigt, wird schnell klar: Ganz so perfekt funktioniert es dann doch nicht. Wie so oft steht der Kundenwunsch nämlich an letzter Stelle hinter den Interessen von Filmverleihen, Firmen und sogar dem Staat.

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Wegweiser Arztpraxis 34 km

Werd bloß nicht krank

19. März 2022 GehtSoGarNicht 0

Laut einer Studie der Cambridge University im Jahr 2017 beträgt die Konsultationszeit beim Arzt durchschnittlich weniger als 5 Minuten weltweit. Dabei liegt Schweden mit 22,5 Minuten an der Spitze, Schlusslicht ist Bangladesh mit nur 48 Sekunden. Deutschland liegt mit 7,6 Minuten im Mittelfeld. Für die WHO bedeutet eine lange Konsultationszeit eine hohe Qualität der Behandlung.

Die Zahlen decken sich mit meinen eigenen Erfahrungen, aber in meinem Umfeld sind selbst manche Fachärzte überlastet, ausgebucht und deshalb kurz angebunden. Mitunter ist es sogar unmöglich, telefonisch einen Termin zu vereinbaren, weil die Leitung permanent besetzt ist oder aufgrund des hohen Andrangs ganz abgestellt wird. Hat man es dann ins Sprechzimmer geschafft, kann man zuweilen seine Beschwerden nicht ausführlich erläutern, sondern wird unterbrochen, weil die Zeit zu knapp bemessen ist.

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Wenn du deinen Adblocker nicht ausschaltest, muss diese niedliche Katze dran glauben...

Internetwerbung Teil 2: Das Wettrüsten im Netz

26. Dezember 2021 GehtSoGarNicht 0

Obwohl Adblocker seit 2018 ein von Rechts wegen legitimiertes Mittel sind, die eigenen Endgeräte vor Werbung zu schützen, heißt das noch lange nicht, dass der Werbeflut im Internet damit Einhalt geboten wurde. Stattdessen gingen viele Webseitenbetreiber dazu über, ihre Nutzer zu drangsalieren oder gar komplett auszusperren. Wer Werbeblocker nutzt, kennt sicher die nervigen Anti-Adblock-Einblendungen. Dabei handelt es sich um mehr oder minder freundliche Aufforderungen, die Adblocker doch für die gerade besuchte Seite zu deaktivieren. (Junge) Katzen waren dabei ein beliebtes Stilmittel, da sie mit ihren großen, flehenden Augen angeblich den Betrachter zugänglicher für die Botschaft machen. Manche Seiten gingen […] viel zu weit und betätigten sich gar als Erpresser oder Terroristen.

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Exzessive Internetwerbung: Web.de-Seite mit über 50% Werbeinhalt

Internetwerbung Teil 1: Warum niemand ohne Werbeblocker surfen sollte

17. September 2021 GehtSoGarNicht 0

Mit zunehmender Wichtigkeit des Internets ist im Laufe der Zeit auch der Anteil der Werbung auf dieser Plattform deutlich gestiegen. Sie bietet für Unternehmen diverse Vorteile, kann sie doch gut personalisiert und damit zielgruppengenau ausgerichtet werden. Mit Analysetools lässt sich außerdem die Wirksamkeit solcher Werbung im gewissen Rahmen messen. Zudem handelt es sich um eine sehr kostengünstige Werbeart. Leider ist Internetwerbung aber auch mit vielen Nachteilen und Risiken verbunden. Sie sorgt für einen höheren Energieverbrauch und kostet den Endverbraucher neben Zeit und Nerven deshalb auch bares Geld. Außerdem ist dieses Werbemedium sehr anfällig. Es bietet Hackern die Möglichkeit, Viren und Trojaner in großem Stil zu verbreiten.

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Unsere Initiative gegen Lebensmittelverschwendung (Äpfel 2. Wahl im Karton + Plastikmüll gratis)

Der Einkauf ist im Eimer – Plastikmüll als Gratiszugabe im Supermarkt

2. Mai 2021 GehtSoGarNicht 0

Viele von euch haben das sicher schon gesehen und vielleicht auch gekauft: einen Eimer voller Orangen zum Pauschalpreis. Wenn die leckeren Früchte Saison haben und in den deutschen Läden Einzug halten, gibt es zuweilen löblicherweise auch lose Ware im Angebot. Leider bekommt man sie aber nicht gänzlich ohne Plastik, denn die Mitnahme erfolgt in einem Kunststoffeimer, der gleich neben der großen Kiste mit dem Obst steht und angeblich gratis ist.

Vor langer Zeit habe ich einmal bei Äpfeln zugeschlagen. Richtig aufgetürmt hab ich sie, bis nix mehr in den Eimer passte. Und das muss man auch, sonst zahlt man am Ende drauf. Danach war mein Bedarf an Eimern jedoch gedeckt. Als ich später auf ein ähnlich verlockendes Angebot stieß, ging ich zunächst davon aus, dass man den alten zum Abfüllen wiederverwenden kann. Laut den Mitarbeitern in meiner Filiale ist dies aber nicht möglich, auch wenn es sich um ein offensichtlich identisches Gefäß handelt. Also lasse ich seitdem die Finger davon. Wer will sich schon ein ganzes Lager an Plastikeimern in die Wohnung stellen?

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Overlay mit aufdringlicher Werbung (Vox)

„Schatz, die Werbung wird schon wieder durch einen Film unterbrochen“

9. April 2021 GehtSoGarNicht 4

Wenn ich den Fernseher einschalte, ist Werbung oft das erste, was ich sehe. Und das ist nicht nur ein subjektives Gefühl. Im Jahr 2019 wurden laut statistischen Erhebungen über 2,5 Millionen Werbeminuten im TV ausgestrahlt. Das ist ein neuer Rekord und mehr als doppelt so viel wie 2002. Umgerechnet sind das etwa 5,4 Millionen Werbespots, wobei ein Spot ca. 28 Sekunden lang ist. Im Vergleich zu anderen Werbearten hatte Fernsehwerbung den größten Anteil an den Gesamtaufwendungen, wobei RTL, Sat.1 und ProSieben die höchsten Bruttoumsätze erzielten.

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Shopper mit Einkaufswagen voller Geschenke rast in Krippenszene

Alle Jahre wieder … geht es nur ums Geld

19. Dezember 2020 GehtSoGarNicht 0

Die Adventszeit ist die Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit. Alles ist hübsch dekoriert, es duftet nach Glühwein, Lebkuchen und Plätzchen. Man bummelt entspannt durch die geschmückten Straßen und über den Weihnachtsmarkt und genießt die Stimmung. Die Realität sieht leider in der Regel anders aus. Nahezu jedes Haus und jeder Vorgarten glitzert und blinkt aufdringlich in allen Farben. Straßen, öffentliche Verkehrsmittel, Läden und Märkte sind brechend voll (nicht nur von Menschen, sondern auch von Müll) und man wird mit festlicher Musik kreuz und quer dauerbeschallt – „Stille Nacht“ war gestern. Wahrscheinlich soll auch die letzte Trantüte am Smartphone mitbekommen: Es ist Weihnachten!
2020 wird aufgrund von COVID-19 alles etwas anders sein als in den letzten Jahren. Weihnachtsmärkte finden nur wenige statt. Menschenmassen wird es dank Abstandsgebot und Beschränkungen in den Läden wohl nicht geben. Und der Mund-Nasen-Schutz trägt letzten Endes auch nicht gerade zum Stimmungsaufbau bei. Aber der Eine oder Andere merkt bei einem Bummel durch die ruhigen Straßen vielleicht, wie schön die vorweihnachtliche Stille sein kann – besinnlich eben. Und wenn die Pandemie einen Vorteil hat, dann den, dass man die Zeit findet, innezuhalten und über den Sinn und Unsinn des heutigen Umgangs mit Weihnachten und der Adventszeit zu reflektieren.

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