Wenn du deinen Adblocker nicht ausschaltest, muss diese niedliche Katze dran glauben...

Internetwerbung Teil 2: Das Wettrüsten im Netz

26. Dezember 2021 GehtSoGarNicht 0

Obwohl Adblocker seit 2018 ein von Rechts wegen legitimiertes Mittel sind, die eigenen Endgeräte vor Werbung zu schützen, heißt das noch lange nicht, dass der Werbeflut im Internet damit Einhalt geboten wurde. Stattdessen gingen viele Webseitenbetreiber dazu über, ihre Nutzer zu drangsalieren oder gar komplett auszusperren. Wer Werbeblocker nutzt, kennt sicher die nervigen Anti-Adblock-Einblendungen. Dabei handelt es sich um mehr oder minder freundliche Aufforderungen, die Adblocker doch für die gerade besuchte Seite zu deaktivieren. (Junge) Katzen waren dabei ein beliebtes Stilmittel, da sie mit ihren großen, flehenden Augen angeblich den Betrachter zugänglicher für die Botschaft machen. Manche Seiten gingen […] viel zu weit und betätigten sich gar als Erpresser oder Terroristen.

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Exzessive Internetwerbung: Web.de-Seite mit über 50% Werbeinhalt

Internetwerbung Teil 1: Warum niemand ohne Werbeblocker surfen sollte

17. September 2021 GehtSoGarNicht 0

Mit zunehmender Wichtigkeit des Internets ist im Laufe der Zeit auch der Anteil der Werbung auf dieser Plattform deutlich gestiegen. Sie bietet für Unternehmen diverse Vorteile, kann sie doch gut personalisiert und damit zielgruppengenau ausgerichtet werden. Mit Analysetools lässt sich außerdem die Wirksamkeit solcher Werbung im gewissen Rahmen messen. Zudem handelt es sich um eine sehr kostengünstige Werbeart. Leider ist Internetwerbung aber auch mit vielen Nachteilen und Risiken verbunden. Sie sorgt für einen höheren Energieverbrauch und kostet den Endverbraucher neben Zeit und Nerven deshalb auch bares Geld. Außerdem ist dieses Werbemedium sehr anfällig. Es bietet Hackern die Möglichkeit, Viren und Trojaner in großem Stil zu verbreiten.

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Unsere Initiative gegen Lebensmittelverschwendung (Äpfel 2. Wahl im Karton + Plastikmüll gratis)

Der Einkauf ist im Eimer – Plastikmüll als Gratiszugabe im Supermarkt

2. Mai 2021 GehtSoGarNicht 0

Viele von euch haben das sicher schon gesehen und vielleicht auch gekauft: einen Eimer voller Orangen zum Pauschalpreis. Wenn die leckeren Früchte Saison haben und in den deutschen Läden Einzug halten, gibt es zuweilen löblicherweise auch lose Ware im Angebot. Leider bekommt man sie aber nicht gänzlich ohne Plastik, denn die Mitnahme erfolgt in einem Kunststoffeimer, der gleich neben der großen Kiste mit dem Obst steht und angeblich gratis ist.

Vor langer Zeit habe ich einmal bei Äpfeln zugeschlagen. Richtig aufgetürmt hab ich sie, bis nix mehr in den Eimer passte. Und das muss man auch, sonst zahlt man am Ende drauf. Danach war mein Bedarf an Eimern jedoch gedeckt. Als ich später auf ein ähnlich verlockendes Angebot stieß, ging ich zunächst davon aus, dass man den alten zum Abfüllen wiederverwenden kann. Laut den Mitarbeitern in meiner Filiale ist dies aber nicht möglich, auch wenn es sich um ein offensichtlich identisches Gefäß handelt. Also lasse ich seitdem die Finger davon. Wer will sich schon ein ganzes Lager an Plastikeimern in die Wohnung stellen?

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Overlay mit aufdringlicher Werbung (Vox)

„Schatz, die Werbung wird schon wieder durch einen Film unterbrochen“

9. April 2021 GehtSoGarNicht 0

Wenn ich den Fernseher einschalte, ist Werbung oft das erste, was ich sehe. Und das ist nicht nur ein subjektives Gefühl. Im Jahr 2019 wurden laut statistischen Erhebungen über 2,5 Millionen Werbeminuten im TV ausgestrahlt. Das ist ein neuer Rekord und mehr als doppelt so viel wie 2002. Umgerechnet sind das etwa 5,4 Millionen Werbespots, wobei ein Spot ca. 28 Sekunden lang ist. Im Vergleich zu anderen Werbearten hatte Fernsehwerbung den größten Anteil an den Gesamtaufwendungen, wobei RTL, Sat.1 und ProSieben die höchsten Bruttoumsätze erzielten.

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Shopper mit Einkaufswagen voller Geschenke rast in Krippenszene

Alle Jahre wieder … geht es nur ums Geld

19. Dezember 2020 GehtSoGarNicht 0

Die Adventszeit ist die Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit. Alles ist hübsch dekoriert, es duftet nach Glühwein, Lebkuchen und Plätzchen. Man bummelt entspannt durch die geschmückten Straßen und über den Weihnachtsmarkt und genießt die Stimmung. Die Realität sieht leider in der Regel anders aus. Nahezu jedes Haus und jeder Vorgarten glitzert und blinkt aufdringlich in allen Farben. Straßen, öffentliche Verkehrsmittel, Läden und Märkte sind brechend voll (nicht nur von Menschen, sondern auch von Müll) und man wird mit festlicher Musik kreuz und quer dauerbeschallt – „Stille Nacht“ war gestern. Wahrscheinlich soll auch die letzte Trantüte am Smartphone mitbekommen: Es ist Weihnachten!
2020 wird aufgrund von COVID-19 alles etwas anders sein als in den letzten Jahren. Weihnachtsmärkte finden nur wenige statt. Menschenmassen wird es dank Abstandsgebot und Beschränkungen in den Läden wohl nicht geben. Und der Mund-Nasen-Schutz trägt letzten Endes auch nicht gerade zum Stimmungsaufbau bei. Aber der Eine oder Andere merkt bei einem Bummel durch die ruhigen Straßen vielleicht, wie schön die vorweihnachtliche Stille sein kann – besinnlich eben. Und wenn die Pandemie einen Vorteil hat, dann den, dass man die Zeit findet, innezuhalten und über den Sinn und Unsinn des heutigen Umgangs mit Weihnachten und der Adventszeit zu reflektieren.

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Plastik im Meer

Wenn die Weltmeere im Müll ertrinken…

12. November 2020 GehtSoGarNicht 0

2017 schockierte Unterwasserfotografin Caroline Power mit Bildern nahe der Karibikinsel Roatán (Honduras). Statt türkisblauen Wassers fand sie einen riesigen Müllteppich vor. Unzählige Tüten, Plastikbesteck, Schuhe und sogar einen Fernseher konnte sie entdecken. Aber nicht nur die Karibik ist betroffen, besonders dramatisch ist die Lage auch am Mittelmeer. Laut Report des WWF (siehe Artikel in den Quellen) landet dort jedes Jahr mehr als eine halbe Millionen Tonnen Plastikmüll (das wären umgerechnet etwa 34.000 Plastikflaschen pro Minute). Die Statistiken sind erschreckend: Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird es Schätzungen zufolge im Jahr 2050 mehr Plastik in den Ozeanen geben als Fische.

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Dieser Artikel kann in Deutschland leider nicht gelesen werden, da er möglicherweise Informationen enthält, für die die nötigen Rechte von den DRM-Anbietern nicht eingeräumt wurden. Das tut uns leid.

Schöne neue, beschränkte Welt – Wenn Fortschritt zum Rückschritt wird

29. August 2020 GehtSoGarNicht 0

Während die Pandemie COVID-19 die Welt noch immer in Atem hält, wütet eine andere Krankheit schon seit Jahren im Internet und infiziert Haushalte, Firmen und neuerdings auch Schulen und Universitäten. Sie ist besonders heimtückisch, weil sie zunächst gänzlich unerkannt bleibt und dann harmlos erscheint. Nach und nach stellt der PC-, Spielkonsolen- oder SmartPhone-Nutzer aber fest, dass er immer stärker ausgebremst, behindert und in seinen Möglichkeiten eingeschränkt wird. Die Rede ist nicht von Computerviren, sondern von gewünschter und staatlich sogar durch Gesetze unterstützter Schadsoftware, die unter der Abkürzung DRM zusammengefasst wird.

DRM steht für Digital Rights Management, auf Deutsch mit Digitale Rechteverwaltung übersetzt. Klingt für den unbedarften Anwender erst einmal gut, so als wäre da jemand, der sich aufopferungsvoll um seine Nutzerrechte kümmert. Der Begriff ist allerdings ein Euphemismus, denn nicht die Gewährung oder Wahrung, sondern die Beschränkung oder der gänzliche Entzug von Nutzerrechten steht für die Entwickler im Vordergrund. Deshalb wurde von der Free Software Foundation, einem der erbittersten Gegner von DRM-Maßnahmen, der treffendere Begriff Digitale Restriktionsverwaltung vorgeschlagen (zur Abkürzung würde im Deutschen übrigens auch Digitale Rechteminderung gut passen).

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Vermüllter Uferabschnitt nahe Havanna

Zwischen Kult und Kommunismus – Kuba und der Müll

26. Februar 2020 GehtSoGarNicht 0

Das Positive zuerst: Kuba ist wundervoll. Subtropische Wälder und endlose Sandstrände prägen dieses Land ebenso wie belebte Städte mit teils prachtvollen Kolonialbauten. Alte amerikanische Straßenkreuzer gehören zum Stadtbild und überall gibt es Musik (und Rum). Abends wird in fast jeder Bar getanzt. Die Menschen sind gelassen, offenherzig und freundlich – das kubanische Lebensgefühl ist regelrecht ansteckend. Aber es gibt auch Ärger im Paradies und gerade der Umweltschutz wird vielerorts stark vernachlässigt.

Seit ich an diesem Blog arbeite, achte ich im Urlaub auch verstärkt darauf, wie andere Länder mit globalen Problemen umgehen. In Kuba war die Ignoranz gegenüber Natur und Umwelt leider an vielen Stellen offensichtlich: rußende Schornsteine ohne Filter, durch Abwässer verunreinigte Flüsse und allerorts herumliegender Unrat, am Ufer, am Straßenrand, in Parks, ja sogar mitten in Naturschutzgebieten. Mal waren es nur einzelne weggeworfene Plastikflaschen, manchmal aber auch ganze Abfallberge. Besonders Havanna glich einer Müllhalde!

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Nicht aufgeräumter Silvestermüll auf Bürgersteigen

(K)ein guter Rutsch ins neue Jahr

31. Dezember 2019 GehtSoGarNicht 0

In diesem Artikel geht es um den ewigen Zankapfel Feuerwerk, der jedes Jahr wieder die Gemüter erhitzt. Was mich an den Diskussionen am meisten verwundert, ist die Tatsache, dass Klimanotstand und Müllkrise zu Silvester augenscheinlich komplett vergessen sind. Obwohl viele Privatböllerer ihren gesetzlichen Verpflichtungen zum Aufräumen der entstandenen Abfälle nicht nachkommen und schon weit vor und noch weit nach dem erlaubten Zeitraum herumgeböllert wird, obwohl gerade die Wetterlage zu Silvester 2018 vielerorts deutlich gemacht hat, was für ein Smog durch die Ballerei entsteht, obwohl jedes Jahr Tote und Verletzte bei der Herstellung und der unsachgemäßen Handhabung von Feuerwerkskörpern zu beklagen sind, scheut die Politik vor einem allgemeinen Verbot der privaten Knallerei zurück. Zwar haben viele Städte inzwischen schon Schutzzonen errichtet, aber diese umfassen meist nur das Stadtzentrum und verdrängen das Problem in die sowieso schon stark belasteten Außen- und Problembezirke, in Vorstädte oder ins Umfeld.

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